Hebammen

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Zunächst einmal solltest du wissen, dass jede krankenversicherte Frau Anspruch auf Hebammenhilfe hat. Das bedeutet, dass die Krankenkassen viele Leistungen übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel Beratung, Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitung, Betreuung bei der Geburt, Nachsorge und noch mehr. Informiere dich am besten direkt bei deiner Krankenkasse, was die konkreten Leistungen sind.

Welche Hebamme passt zu dir?

Generell ist zwischen drei Berufsgruppen von Hebammen zu unterscheiden. Es gibt freiberufliche Hebammen, Klinikhebammen und Beleghebammen. Worin unterscheiden sie sich?
Freiberufliche Hebammen sind - wie der Name schon sagt- selbstständig. Sie führen Geburtsvorbereitungskurse durch und begleiten dich von der Schwangerschaft bis nach der Geburt.  Allerdings bieten nicht alle freiberuflichen Hebammen Geburtsbegleitung an. Informiere dich daher genau und frage am besten persönlich nach, welche Leistungen die Hebamme anbietet. Wenn du dich für eine freiberufliche Hebamme entschieden hast, musst du das rechtzeitig mit deinem ausgewählten Krankenhaus oder Geburtshaus absprechen. Denn es ist nicht immer möglich, dass deine „eigene Hebamme“ dich begleitet. Viele Krankenhäuser haben Verträge mit Hebammen oder Klinikhebammen. In Babytown arbeiten ausschließlich Klinikhebammen, die rund um die Uhr für die Patientinnen verfügbar sind.
Da wären wir auch schon bei der nächsten Hebamme. Die Klinikhebamme ist fest in einem Klinikum angestellt und arbeitet meistens in Schichten. Sie betreut euch vor und während der Geburt. Hauptsächlich arbeiten Klinikhebammen im Kreißsaal bei der Geburtshilfe. Bei einer Geburtsstation eines Krankenhauses ist immer eine Hebamme anwesend. Bei Komplikationen ist ein Arzt sofort einsatzbereit. Neben der Tätigkeit im Krankenhaus sind Klinikhebammen zu einem Teil auch häufig selbstständig. Im Rahmen der Freiberuflichkeit bieten sie Vorbereitungskurse, Schwangerschaftsvor- und -nachsorge an. Die Nachsorge wird auch bezeichnet als Wochenbett-Betreuung, hierbei macht die Hebamme Hausbesuche.
Nicht zu vergessen sind die Beleghebammen. Sie sind freiberuflich, haben aber Verträge mit einer oder mehreren Kliniken. Der Vertrag erlaubt den Hebammen die Nutzung der Kreißsäle. Im Gegensatz zur Klinikhebamme begleitet dich eine einzige Beleghebamme während der gesamten Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge.
Welche Hebamme für dich am besten geeignet ist musst du am besten selbst entscheiden. Ist dir die Nähe zur ärztlichen Versorgung wichtig? Macht es dir was aus von unterschiedlichen Hebammen betreut zu werden? Wo möchtest du am liebsten dein Kind bekommen?
Ganz wichtig: Es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“. Du musst dich wohlfühlen. Wenn du dir unsicher bist, dann sprich doch einfach mal persönlich mit einer Hebamme und lass dir deine Fragen beantworten. 

Wann muss ich mich um eine Hebamme bemühen?

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das gilt vor allem bei Hebammen. Oft erleben Kliniken, das Mütter bis kurz vor der Geburt noch keine Hebamme aufgesucht haben. Eine gute und rechtzeitige Vorbereitung mit einer Hebamme auf die Geburt erspart dir Unsicherheiten und eventuelle Komplikationen. Sobald du weißt, dass du schwanger bist kannst du die Suche schon starten. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn du die ersten drei Monate der Schwangerschaft erst einmal abwartest. Danach ist immer noch genug Zeit.

Wo und wie finde ich eine Hebamme?

Ist die Entscheidung gefallen, folgt die nächste Hürde. Wo suche ich am besten nach Hebammen? Sehr zu empfehlen sind die Landesverbände der Hebammen. Den Landesverband der Hebammen von NRW findest du online unter http://www.hebammen-nrw.de/cms/verband/ . Darüber hinaus ist dein Frauenarzt/deine Frauenärztin immer ein/e gute/r Ansprechpartner/in. Frag doch einfach mal nach, ob die Frauenarztpraxis dir Hebammen empfehlen kann. Krankenkassen und Apotheken können auch Auskunft darüber geben, welche Hebammen es in der Umgebung gibt. Vielleicht hat ja auch eine Freundin von dir eine Empfehlung. Frag doch einfach mal herum, ob dir jemand eine Hebamme empfehlen kann.

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